Holzpellet Tankanlagen

Holzpellets können auf verschiedene Art und Weise gelagert werden. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen oberirdischer und unterirdischer Lagerung, die in der Folge vorgestellt werden sollen. Dabei soll es auch um die einzelnen Besonderheiten der spezifischen Entnahmesysteme gehen.

Oberirdische Lagerung

Fertiglager aus flexiblem Gewebe mit flachem Boden

Silo

Diese Form von Silo (Flachlager) wird je nach Hersteller entweder quadratisch oder rechteckig produziert. Das flexible Gewebe wird in einen Tragrahmen aus Stahl oder Holz eingehängt.


Konussilo

Konussilo

Diese Form von Silo ähnelt einer auf dem Kopf stehenden Pyramide. Entnommen werden können Holzpellets an der Unterseite, am tiefsten Punkt (Punktentnahme). Ratsam ist eine Absperrung bzw. Trennung mittels eines Schiebers an der Übergabestelle zwischen Silo und Entnahmesystem.


Trogsilo

Trogsilo

Trogsilos sind in der Regel rechteckig und gewissermaßen eine volumenoptimierte Variante des eben vorgestellten Konussilos. Die Entnahmestelle ist hier eine Schnecke, sodass die Holzpresslinge dann entweder zu einem Absaugpunkt oder direkt in den Vorratsbehälter bzw. Pelletkessel befördert werden.


Hubsilo

Wie der Name schon verrät, handelt es sich beim Hubsilo um ein Silo mit Hebemechanismus. Dieser bewirkt, dass sich der untere Teil des Silos bei voller Belastung nach unten hin absenkt - bis auf den Boden. Für die Entnahme hebt sich das Silo wieder an, damit sich der zum Auslaufen notwendige Konus bilden kann. Man kann somit sagen, ein Hubsilo ist ein Konussilo - nur mit Hebefunktion.

Nachdem nun die unterschiedlichen Formen der Lagerung vorgestellt wurden, soll es nun um die unterschiedlichen Entnahmesysteme bei oberirdischer Lagerung gehen.

Beim zuallererst vorgestellten Behälter, Fertiglager aus flexiblem Gewebe mit flachem Boden (Flachlager), erfolgt die Entnahme der Pellets durch Absaugung von oben oder durch ein Rührwerk mit Schneckenaustrag von unten. Eine Einstiegsöffnung mit Sichtfenster ermöglicht jederzeit einen unbeschwerten Zugang. Außerdem kann eine Sichtprüfung (Überwachung) des Pelletsilos stattfinden. Flachbodensysteme können nicht vollständig entleert werden - je nach Hersteller verbleibt ein Restinhalt von 5 bis 15 Prozent im Silo (Herstellerangaben beachten).

Bei den anderen drei vorgestellten Arten von Silos - Konussilo, Trogsilo und Hubsilo - fließen die Holzpellets bedingt durch die Schwerkraft nach unten zur Entnahmestelle. Dort, am tiefsten Punkt, werden sie dann entweder durch eine Förderschnecke entnommen oder abgesaugt. Kombinationen aus beiden Methoden sind ebenfalls möglich.

Unterirdische Lagerung

Unterirdische Lagerung

Die unterirdische Form der Lagerung muss im Gegensatz zur oberirdischen etliche Anforderungen erfüllen, um optimale Lagerbedingungen zu garantieren und in der Folge problemloses Heizen zu ermöglichen. So müssen unterirdische Holzpelletlager beispielsweise

  • absolut undurchlässig sein, was Feuchtigkeit bzw. eindringendes Wasser angeht,
  • Kondenswasserbildung bei schwankender Luftfeuchtigkeit durch geeignete Lage oder technische Einrichtungen verhindern,
  • gegen Auftrieb gesichert sein (Grundwasserspiegel),
  • die Anbindung an das Kesselsystem über Leerrohre gewährleisten und
  • sich komplett entleeren können.

Die Entnahme erfolgt bei im Erdreich vergrabenen Holzpelletlagern ausschließlich über Absaugung. Hierbei ist eine Saugentnahme sowohl von "oben" als auch von "unten" möglich. Silos mit unterer Entnahme sind im unteren Silobereich konisch aufgebaut, also kugel- oder trichterförmig. Die Holzpellets werden am tiefsten Punkt an das Fördersystem übergeben, wo der statische Druck der Pellets besonders groß ist. Hier werden sie im Ansaugbereich aufgelockert (abhängig vom Hersteller durch Drehbewegungen, Vibratoren, Rückluft oder Rührwerke). Silos mit oberer Entnahme verfügen über einen motorischen Saugkopf oder ein Rotationssystem. Beides liegt auf den Pellets auf, dreht sich langsam und saugt die Holzpresslinge ab. Einige Systeme führen die Rückluft wieder dem Lagersystem zu.
Unterirdische Silos sind luftdicht, sodass der Treibluftstrom bei der Anlieferung und Befüllung mittels Sauggebläse abgesaugt wird. Ein Stromanschluss (230 V) muss also vorhanden sein.